ab Freitag (02.12.)

Am Freitag war ich mit Malte nochmal im Yaya-Centre, dem vermutlich einzigen Ort in Kenia, wo man hochwertige Bergschuhe kaufen kann, um eben jenes zu tun.
Danach war ich in einem Safari-Büro, um mich zu erkundigen, welche Möglichkeiten es für eine Safari zwischen Weihnachten und Neujahr gibt -- die Zeit in der meine Familie kommt. Danach hatte ich schon richtig Lust auf die Safari bekommen und freute mich schon sehr auf diese Zeit.

Am Sonntag waren wir mit am Salzsee "lake magadi", einem der heißesten Orte Kenias und zugleich einer der größten Salzvorkommen dieser Art. Es war auch ziemlich heiß, obwohl wir Glück hatten und sich die Temperaturen insgesamt in Grenzen hielten.
Vom See selbst, der auf der Karte riesig ist, sieht man nicht sehr viel: der See ist größtenteils eingetrocknet, oft kann man auf der eingetrockneten Salzkruste gehen, die dann Geräusche von sich gibt, die einen entfernt an Schnee erinnern, den ich schon anfange zu vermissen.
Insgesamt gab es eher wenig zu sehen: Tiere gibt es in dieser trockenen Hitze wenige und auch landschaftlich ist die Gegend eher eine etwas trostlose Wüste...
Ein Blick auf das, was laut Karte alles zum See gehört. Links sieht man noch etwas Wasser; beim Austrocknen haben sich ringförmig Ablagerungen gebildet.

Einige der verbliebenen Vögel

Der See ist zum größten Teil Industriegelände (und nicht etwa ein Nationalpark). Daher trifft man hier auch eher mal Einheimische.

Salz liegt tonnenweise an der Straße...

Giraffen, an denen wir auf dem Rückweg vorbeigekommen sind.

Auf der Rückfahrt machten wir an der "Olorgasailie Prehistoric Site" halt, einem Ort, an dem man massenweise Werkzeuge (und in der Nähe inzwischen auch Skelette) des homo erectus gefunden hat, die über eine halbe Million Jahre alt sind. Dort wurde inzwischen ein kleines Museum errichtet, das wir besichtigten. Nach dem (inzwischen fast schon üblichen) hin und her, ob und wer nun als "resident" eingestuft wird und nur ein Bruchteil des Ausländertarifs zahlt, wurden wir durch das Museum geführt, das zum Großteil aus umgebauten ehemaligen Grabungssätten bestand, die überdacht und beschildert wurden.
Die Ausgrabungsstätte; rechts einige der Fundstücke: jeder der Steine wurde menschlich bearbeitet, man vermutet daher, dass hier eine regelrechte Fabrik war. Die Steine (die je nach Verwendungszweck unterschiedliche Härte usw. aufweisen) wurden damals von weit über 100km hierher transportiert.

Nach dem Wochenende ging die Universität wie gewohnt weiter. Da die Vorlesungen, die wir besuchten, jedoch weiterhin eher langweilig, teils auch richtig schlecht waren, erkundigte sich Malte beim Chairman des Department of Physics, ob es nicht möglich sei, auch Masterkurse zu besuchen. Der Chairman willigte ein, allerdings können wir uns nicht prüfen lassen.
Malte und ich nahmen uns vor, die bisher besuchten Kurse aus dem vierten Jahr auf ein sinnvolles Minimum zusammenzustreichen (was am Ende hieß, dass nur noch mathematische Physik und Computer Simulation übrig blieben) und stattdessen interessante Masterkurse zu belegen, namentlich allgemeine Relativitätstheorie und Quantenmechanik. Da die Kurse jedoch vom ursprünglichen Plan sowohl örtlich als auch räumlich verlegt wurden, dauerte es letztlich bis zum nächsten Jahr, bis wir tatsächlich damit anfingen.

Kakamega Forest (09.12.-12.12.) und danach

Für dieses Wochenende hatten wir (bzw. Hanna) schon länger geplant, den Kakamega-Regenwald im Westen des Landes zu besuchen. Allerdings haben wir die Buchung des Busses nach Kakamega etwas weit hinausgeschoben und da dieses Wochenende durch einen Feiertag (am 12.12. zum Anlass der Unabhängigkeit Kenias am 12.12.1963) verlängert wurde, waren alle Busse der größeren Reiseunternehmen schon ausgebucht.
In Nairobi gibt es jedoch einen riesigen Platz (machakos bus station), auf dem abends Busse in alle Regionen Kenias abfahren, die man vorher nicht buchen kann, d.h. wenn man früh genug da ist, bekommt man hier eigentlich immer einen Platz. Zwar ist die Gegend um diesen Platz nicht gerade das, was man als "sicher und völlig unbedenklich" einstufen würde --- weswegen die Gruppe letztlich doch kleiner als zu Anfang geplant --- dennoch beschlossen Malte, Robert und ich, dennoch zu fahren.
Abends auf dem machako bus station fanden wir relativ schnell einen Bus nach Kakamega, der allerdings wartete, bis fast alle Plätze belegt waren (und klar war, dass sich für die übrigen keine Passagiere mehr finden), so dass wir erst ziemlich spät loskamen. Während wir warteten, kamen Verkäufer in den Bus, die vor allem Lebensmittel, aber auch Kleidung verkauften. Ab und zu kamen auch Prediger in den Bus, die dann mindestens eine halbe Stunde laut und mit viel Enthusiasmus auf Swahili predigten.

Die Fahrt sebst dauerte etwa 10 Stunden, was zu dritt auf einem Meter fast ohne Beinfreiheit und mit einem Fenster, dessen Verschlussmechanismus nicht funkioniert (was dazu führt, dass das Fenster innerhalb kürzester Zeit aufgerüttelt wird) schon etwas lang ist. In Kakamega angekommen machten wir uns nach der Buchung der Rückfahrt gleich auf in Richtung Kakamega Forest Reserve, einem Art Nationalpark, der einen Teil des Waldes umfasst.
Dort bekamen wir für wenig Geld einen Schlafplatz bei "Udo's Campsite Bandas" in einer Rundhütte. Die Ausstattung war minimal, aber genau das hatte auch seinen Reiz: Plumpsklos ohne Spülung, keine Elektrizität und kalte Duschen (immerhin mit fließend Wasser!). Da es ohne Elektrizität auch kein Licht gab (bzw. kaum: uns wurde noch eine Petroleumlampe gebracht, die aber ziemlich dunkel war), musste man sich hier ziemlich am Stand der Sonne orientieren: war es dunkel (was schon relativ früh, etwa um 8, der Fall war), ging man bald darauf ins Bett.

Direkt neben den Hütten hatte eine deutsche Forschungsgruppe ihre Zelte aufgeschlagen, die hauptsächlich aus Studenten und Doktoranden besteht. In verschiedenen Projekten werden im Kakamega Forest Forschungen zur Biodiversität betrieben. Der Regenwald eigne sich besonders, so einer der Studenten, da er noch unter dem Einfluss des Congo-Gebiets stehe, jedoch gleichzeitig auch zum Hochland Kenias zähle. Daher sei dieser Wald einzigartig in der Zusammensetzung seiner Arten. Ein weiterer Vorteil liege darin, dass wegen der starken Besiedlung in der Umgebung Wildtiere fehlen und Kenia deutlich sicherer ist als beispielsweise die Republik Congo.
Die Studenten hatten auch eine Karte des Waldes (die man zwar am Eingang kaufen kann, jedoch nicht als sehr zuverlässig gilt), die wir uns vorsichtshalber doch ausliehen.
Um die Hütten herum konnte man oft Affen beobachten. Wir wurden von den anderen schon gewarnt, dass diese oft auch sehr dreiste Diebe sind...

Am Samstag (dem Ankunftstag) begnügten wir uns damit, zu den relativ nahe gelegenen Isiukhu Falls zu spazieren.

Am Sonntag standen wir früh auf, um von einem Aussichtspunkt aus den Sonnenaufgang zu beobachten, was sich als besonderes Spektakel erwies: Schon lange vor dem Sonnenaufgang mit Beginn der Dämmerung fängt der Regenwald an, aufzuwachen. Ist es in der Dunkelheit noch fast ganz still, fangen viele verschiedene Tierarten an, Laute von sich zu geben. Zu Anfang wenige, dann immer mehr. Oft hören sie nach einer Weile wieder auf und der Ruf anderer Tiere tritt hervor, so dass man den Eindruck eines sich über eine Stunde erstreckendes Crescendo zu Beginn des täglichen Konzerts der Tiere hat.

Nach dem Frühstück drehten wir eine größere Runde. Da wir leider keinen Kompass hatten und die Karte deutliche Schwächen aufwies, verliefen wir uns gegen Ende der Wanderung und landeten in einige nahe gelegenen Dörfern, in denen uns glücklicherweise jemand den Weg zurück weisen konnten (was nicht ganz leicht war, da viele offenbar große Schwierigkeiten hatten, englisch zu verstehen).
Am Montag hatten wir noch bis etwa 4 Uhr Zeit, bevor wir losmussten, um den Bus von Kakamega nach Nairobi zu erwischen. Wir machten an diesem Tag aber nicht mehr viel, sondern genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit.

Nach Hannas Abschiedsabend im "Pavement" (einer der edleren Clubs in Nairobi) am Mittwoch flog sie am 16.12. zurück nach Deutschland, um kurz darauf in Portugal ihr nächstes Praktikum zu beginnen. Die Zeit mit ihr war sehr schön. Sehr angenehm war auch, dass sie viele Ausflüge initiiert und organisierte, an die wir uns nur noch (ohne viel Organisation) anschließen mussten.
Ansonsten war die Woche von Mount-Kenya-Vorbereitungen, also einkaufen und packen, geprägt.

Mount Kenya (17.-23.12.)

Samstags um 8:00 trafen wir uns mit dem Rest der Gruppe vor dem Gebäude der alliance française, um von dort -- etwa eine Stunde später -- mit einem Safari-Bus zu einer Tankstelle am Fuße des Berges nicht weit von Timau zu fahren, wo wir nachmittags etwa um 3 Uhr ankamen und schon eine zweite Gruppe, mit der wir die Tour machen würden, auf uns wartete. Zusammen waren wir eine Gruppe von etwa 17 Leuten, die meisten waren Kenianer: außer uns drei war nur ein Franzose als einziger weiterer Weißer dabei.
Am ersten Tag gingen wir von der Tankstelle, an der wir uns getroffen hatten in zwei Stunden und etwa 300 Höhenmeter überwindend zum "Base Camp" auf etwa 2800m über dem Meeresspiegel. Das Base Camp ist -- im Gegensatz zu den folgenden Camps -- ein festes "Camp" (wenn man es dann überhaupt noch so nennen kann), besteht also aus Holzhütten und hat sogar einen Stromgenerator. In diesem Camp hat die Adventure School of Mount Kenya, die diese Tour veranstaltete, auch die Dinge gelagert, die wir uns für den Aufstieg ausleihen konnten: Essbesteck, Schlafsäcke und Rucksäcke. Einen guten Rucksack hatte ich selbst dabei, so das ich darauf verzichtete, mir noch einen auszuleihen.
Mount Kenya ist ein riesiges Bergmassiv, das in jeder Richtung eine Ausdehnung von vielleicht 30 Kilometern hat. Das größte Gebiet ist dabei sehr hügelig, zu Beginn hat man noch viel Wald. Dies erschwert die Orientierung, da man die Bergspitze, das eigentliche Ziel der Wanderung, oft gar nicht sieht, da es von Hügeln verdeckt ist.
Nachts können die Temperaturen in den Camps durchaus auf unter -10°C sinken. Tagsüber ist es in der Sonne aber so warm (vielleicht so +15°C, direkt in der Sonne natürlich mehr), dass man nicht mehr als eine oder zwei Schichten braucht (also nur T-Shirt oder T-Shirt mit Pullover). Abends, wenn es kalt wurde, wurde daher auch immer ein Lagerfeuer gemacht, um noch ein wenig Wärme (und Licht) zu haben. Zum Glück wurde es bei uns nie ganz so kalt, im Basecamp war es naturgemäß etwas wärmer: hier vielen die Temperaturen nur auf etwa +7°C (im Gebäude), was als "Zimmertemperatur" dann aber doch schon etwas kalt ist...
Neben den eigentlichen Teilnehmern der Bergtour waren noch etwa 3 oder 4 Führer (der schon erwähnten Adventure School of Mount Kenya) dabei. Für das Essen und die Zelte hatten wir noch etwa 5 Träger; persönliche Dinge einschließlich Schlafsack mussten wir aber selbst tragen.
Lagerfeuer (am nächsten Morgen) im Basecamp.

Am nächsten Tag wurden wir früh geweckt, einer der Führer motivierte uns zum Frühsport, der nach ein paar Aufwärmübungen auf der Wiese vor dem Gebäude aus einem kleinen Lauf an einen nahegelegenen Bach bestand, den manche der Teilnehmer trotz der eisigen Kälte durchwateten.
Das Frühstück bestand aus (toastartigem) Brot mit Marmelade, hartgekochten Eiern, Bananen und (wie in Kenia üblich) stark gesüßten Schwarztee mit viel Milch. Richtig los ging es erst um halb elf. Zu Beginn liefen wir noch durch Waldgebiet, aber nach etwa 2 Stunden wurde die Landschaft offener: hier wuchsen keine Bäume mehr, nur noch Sträucher, die (bis auf Ausnahmen) einen halben Meter nicht überstiegen.
Das Essen bestand aus Würstchen und Chapati (ein in Kenya sehr weit verbreiteter, etwas fettiger Fladen), das wir morgens im Basecamp mitgenommen hatten.
Nach etwa vier einhalb Stunden Weg, auf dem etwa 500 Höhenmeter zurückgelegt hatten, kamen wir am Solo Camp an. Wir bauten die Zelte auf (die mit einem Geländewagen schon hingebracht worden waren); Robert, Malte und ich teilten uns ein Dreierzelt, das -- da das Gepäck auch noch dort untergebracht werden musste -- ein wenig eng war. Direkt am Camp fließt ein Bach und Malte und Robert versuchten noch mit einer umgebogenen Nadel, an der eine Schnur befestigt war, in demselben zu angeln, leider erfolglos.
Auch hier gab es abends ein Lagerfeuer, allerdings mussten wir dafür vorher noch Holz sammeln, was in dieser Gegend alles andere als einfach ist: die Sträucher liefern nur wenig Holz, außerdem ist die Gegend wegen des Camps sowieso schon fast leer gesammelt...
Während der gesamten Tour hatten wir viel Glück mit dem Wetter: es hat nie geregnet und die Nächte waren wunderschön klar. Weit weg von jeglicher künstlichen Lichtquelle konnte man also jede Nacht den Sternenhimmel genießen.
Dunkel wird es hier etwa um 7 Uhr abends und nachdem wir noch etwas am Lagerfeuer gesessen hatten, gingen wir etwa um 10 Uhr in unser Zelt. Leider hatte uns niemand gesagt, dass man zwar Schlafsäcke, aber keine Isomatten o.ä. ausleihen kann und daher mussten wir während der ganzen Tour ohne Isolierung zum Boden hin auskommen, was man schon merkte: im Laufe der Nacht wurde es vom Boden her ziemlich kalt.
Weg im Wald. Relativ schnell verschwindet dieser dann und ein Blick auf den Gipfel (rechtes Bild, Mitte) tut sich auf.

Am dritten Tag blieben wir zur leichteren Akklimatisierung auf derselben Höhe, übernachteten also nochmal im Solo Camp. Nach dem Frühstück brachen wir um 9 Uhr auf und gingen eine Stunde zu einem Felsen in der Nähe, der sich zum Klettern eignete. Dort hatte dann jeder der Teilnehmer die Gelegenheit, die etwa 40 m hohe Felswand zu erklimmen.
Immer wieder richtet sich der Blick auf das Ziel: der felsige Gipfel.

Blick in eines der vielen Täler des Mount Kenya vom Kletterfelsen aus. Rechts: Robert (mit seinen Kletterschuhen, die er extra mitgebracht hat) am Felsen.

Nach dem Klettern stand Abseilen auf dem Programm. Dabei konnte man die Geschwindigkeit selbst regulieren, indem man das Seil, das durch einen achterförmigen Doppelring geschlauft ist, vor oder hinter den Körper bringt.
Abseilen.

Solocamp, aufgenommen auf dem Rückweg.

Am Abend des dritten Tages gelang dann auch einem der Träger, mit der improvisierten Angelkonstruktion, zwei kleine Fisch zu fangen, die für Robert und Malte auch gleich gebraten wurden.

Am vierten Tag starteten wir nach dem Frühstück um etwa 8:30 zu Major's Camp, dem letzten Camp dieser Tour. Auf dem Weg sahen wir ab und zu einige Zebras. Später berichteten uns die Führer, dass auch Wildtiere manchen Wanderern zum Verhängnis werden: neben den (vergleichsweise harmlosen) Zebras, Antilopen und Elefanten gibt es hier nämlich auch Büffel, Raubkatzen und Hyänen, die durchaus gefährlich werden können.
Der Gipfel im Morgenlicht, von unserem Zelt aus aufgenommen (ich war zu faul, um aufzustehen...)

Die typische Bild der Vegetation auf dem Weg.

Um zwei Uhr nachmittags kamen wir an Major's Camp an, das auf etwa 4100m liegt. Hier war es schon spürbar kälter und windiger und da es nach Regen aussah verloren wir keine Zeit und bauten so schnell wie möglich unser Zelt auf. Leider war der Untergrund absolut nicht für Heringe geeignet, daher befestigten wir die Zeltschnüre an Holzstöcken, die wir zwischen großen Steinen einklemmten (oder direkt an den Steinen). Nachts war es zum Glück nicht so kalt wie befürchtet (etwa -3°C), außerdem hatten wir das Zelt auf trockene Grasbüschel aufgebaut und gelernt so zu improvisieren, dass die fehlende Isomatte kein Problem war.
Unser Zelt am Major's Camp, rechts die improvisierte Befestigung.


Einige der Pflanzen, mit wunderschönen Formen und Farben.

Am fünften Tag brachen wir schon um 6:30 auf; diesmal mit nur sehr wenig Gepäck, denn wir kehrten abends wieder zum Camp zurück, um dort nochmal eine Nacht zu verbringen. Der Weg zum Point Lenana, dem mit 4985m Höhe dritthöchsten Gipfel des Mount Kenya, zog sich ziemlich, da man keinen Aufstieg hatte, sondern auf dem Weg drei Täler durchqueren musste, also jedesmal wieder an Höhe verlor.
Der Gipfel rückt näher, es wird steiniger.

Abstecher zu einem Elefantenskelett auf etwa 4300m (das große Stück Knochen in der Mitte ist der Schädel)

Die letzte Wasserquelle vor dem Gipfel.

Der letzte Teil war der schwierigste: es wurde zunehmend steiler und auf dem steinigen und staubigen Untergrund, der teils von Schmelzwasser getränkt war, konnte man leicht den Halt verlieren, wenn man nicht vorsichtig war.

Um etwa viertel nach eins waren wir auf der Spitze. Auch hier war das Wetter gut: in der Sonne etwa 15°C. Allerdings kamen relativ bald einige Wolken und verhinderten einen ungestörten Blick auf manche der Täler.
Das Gipfelkreuz; davor einige Fähnchen (wie sie in Tibet auf Berggipfeln üblich sind). Rechts: Blick auf den See.

Um etwa zwei Uhr nachmittags machten wir uns auf den Rückweg. Das erste Stück war wieder das schwierigste und da wir uns ein wenig beeilen mussten, war die Gefahr abzurutschen ziemlich groß.
Da viele schon erschöpft waren, dauerte es bis 6 Uhr abends (es wurde schon dunkel), bis wir zurück am Major's Camp waren. An diesem Tag zeigten einige auch schon Anzeichen von Höhenkrankheit: Kurz nach erreichen des Gipfels fingen bei Robert starke Kopfschmerzen an, auf dem Rückweg musste er sogar erbrechen, auch Malte ging es nach eigenen Angaben nicht gut. Außer Erschöpfung hatte ich glücklicherweise keinerlei Probleme und auch Malte und Robert ging es wieder besser, als wir zurück im Major's Camp waren.

Am sechsten Tag gingen wir bis zum Basecamp zurück. Diesmal war es einfacher, da es fast nur bergab ging und auch das nicht zu steil. Um zwölf Uhr waren wir beim Solocamp und machten dort eine lange Mittagspause, um auf die zu warten, die etwas langsamer waren.
Mittagessen am Solocamp.

Um ein Uhr ging es weiter zum Basecamp, wo wir etwa um 15:30 ankamen. Wir vertrieben uns die Zeit mit Kartenspielen und Essen, bis der Rest ankam. Beim Abendessen wurde dann von Jean-Luc auch feierlich der (alkoholfreie) Sekt geöffnet. Auf unsere Nachfrage, warum wir das nicht auf dem Gipfel gemacht hätten wurde uns mitgeteilt, dass den Sekt niemand hochtragen wollte (wir hätten das gemacht, wenn wir davon gewusste hätten!).
Das Basecamp. Sektflasche.

Am siebten Tag, den 23.12. ging es mit dem matatu zurück nach Nairobi, wo wir etwa um drei Uhr ankamen. Meine Familie war an diesem Morgen in Nairobi angekommen, daher beeilte ich mich und duschte (das erste Mal seit 7 Tagen), bevor ich zum ihrem Hotel ging um sie zu besuchen...

Maasai Mara und mehr

(bald, wenn ich dazu komme)